Vollkasko fürs Auto – Sicherheitsgurte und Airbag für Lebensstandard Fehlanzeige

Wer anderen vorsätzlich oder fahrlässig einen Schaden zufügt, ist unter anderem nach Paragraf 823 BGB verpflichtet, diesen Schaden zu ersetzen. Da dieses Risiko im Straßenverkehr besonders hoch ist, besteht die Pflicht zum Abschluss einer entsprechenden Haftpflichtversicherung. Ohne sie ist die Zulassung eines Kraftfahrzeuges nicht möglich. Eine gesetzliche Pflicht, sein Auto Teil- oder gar Vollkasko zu versichern, besteht hingegen nicht. Obwohl das Risiko geringer und die wirtschaftlichen Folgen deutlich niedriger sind, versichern viele Deutsche lieber ihr Auto als ihre Existenz.

Berufsunfähigkeit ist keine Seltenheit und betrifft keine Randgruppe. Ein Viertel der deutschen Arbeitnehmer wird statistisch gesehen früher oder später berufsunfähig werden. Die Ursachen dafür sind selten schwere Unfälle. Meistens sind es Krankheiten, die die normale Ausübung des Berufes unmöglich machen: Rücken- und Gelenkprobleme, Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs sowie psychische Erkrankungen machen etwa drei Viertel der Berufsunfähigkeiten aus.

Nicht nur die staatliche Absicherung ist absolut unzureichend

Das Einkommen bricht bei Berufsunfähigkeit weg. Die staatliche Hilfe liegt bei nur 19 Prozent des bisherigen Bruttoverdienstes bei teilweiser Erwerbsminderung und nur 38 Prozent bei voller Erwerbsminderung. Von dieser Unterstützung allein kann niemand leben. Verbraucherschützer und Versicherungsexperten sind sich einig: Vorsorgemaßnahmen müssen realisiert werden. Laut DIN-Norm 77230 sollte eine private Absicherung bei 70 Prozent des jährlichen Netto-Gesamteinkommens liegen. Selbst bei Geringverdienern liegt hier der Mindestwert bei 1000,– Euro pro Monat.

Circa 75 Prozent der Deutschen haben nicht (ausreichend) vorgesorgt

Besonders hart trifft es Familien. Wer nicht mehr arbeiten kann, ist unmittelbar existenziell bedroht. Besonders erdrückend ist die private Situation, wenn eine Familie von nur einem Gehalt finanziert wurde. Bricht das Haupteinkommen ohne Absicherung weg, droht die gesamte Familie zum Sozialfall zu werden. Aber auch die sogenannten „Besserverdienenden“ sind stark betroffen. Deutlich über dem Durchschnitt zu verdienen haben sich viele Facharbeiter und Führungskräfte hart erarbeitet. Oft geht dieses Engagement zulasten der Gesundheit. Wer in dieser Zielgruppe ohne ausreichende private Vorsorge berufsunfähig wird, hat nicht nur mit seiner Gesundheit zu kämpfen, sondern befindet sich im Hinblick auf sein soziales Umfeld oft im „freien Fall“.

Ursachen für mangelnde Vorsorge

Berufl ich Profi , privat Amateur. Was vielen in ihrem beruf ichen Umfeld nie passieren würde, ist im Privatleben meist leider an der Tagesordnung. Viele Menschen haben das Risiko der Berufsunfähigkeit nicht identifiziert bzw. schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit für sich persönlich völlig falsch ein. Diejenigen, die jedoch aktiv handeln, stehen oft vor dem Problem, dass sie entweder aufgrund ihres Berufes oder der hohen Preise kein ausreichendes beziehungsweise bezahlbares Angebot fi nden, selbst wenn sie den Dschungel unterschiedlichster Angebote durchforstet haben. Letzteres ist zwingend notwendig, um zum Beispiel zu verstehen, wer die sogenannte Berufsunfähigkeit feststellt. Ist das alles geschafft, kommt üblicherweise noch die Gesundheitsprüfung. Hier gilt es alle Fragen vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten und genau darauf zu achten, dass auch ein hinzugezogener Berater bei der Antragsaufnahme nichts „vergisst“ oder etwas nicht dokumentiert. Die Folgen eines solchen Verstoßes gegen die sog. vorvertragliche Anzeigepflicht trägt nur einer: der Kunde. Der gewünschte Versicherungsschutz kann dann im Falle eines Falles trotz gezahlter Versicherungsprämien ganz oder teilweise verweigert werden.

Welche Lösungen gibt es?

Vielleicht wird es in einigen Jahren möglich sein, Berufsunfähigkeitsversicherungen auch in Deutschland deutlich zu vereinfachen. Die Digitalisierung und KI könnten völlig neue Möglichkeiten eröff nen. Wer aber im Heute lebt und entscheiden will, hat auch andere Optionen. Oft lohnt es sich, über den „Tellerrand“ zu blicken. Allein die Möglichkeiten, die der europäische Binnenmarkt bietet, sind vielfältig und in Deutschland oft weitestgehend unbekannt. Vorbehalte in Sachen Sicherheit oder Ähnliches sind in diesem Zusammenhang im Übrigen unbegründet. Versicherungslösungen großer weltweit führender Anbieter basieren schlicht auf einer anderen Herangehensweise. Durch kollektive Angebote wird es möglich, Berufsunfähigkeitsversicherungen anzubieten,die ohne Gesundheitsfragen auskommen, deren Beiträge im Schnitt 25 Prozent günstiger sind, die bis zu 250 000,– Euro Monatsrente anbieten, bei denen die Berufsunfähigkeit im Falle des Falles, durch den eigenen Arzt festgestellt wird.

Michael Rentmeister, Finanz- und Anlageexperte aus Bonn

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