Das Kölner Dreigestirn 2020 stammt aus dem Traditionskorps hoch zu Ross. Passend zum Sessionsmotto „Et Hätz schleiht em Veedel“ gab es zur offiziellen Vorstellung des Dreigestirns eine bemerkenswerte Premiere.

Nicht im Karnevalsmuseum, sondern mitten im Veedel in Kalk fand der erste öffentliche Auftritt der Narrenregenten statt. Die Pänz der KGS Kapitelstraße feierten das frischgekürte Trifolium mit dem perfekt einstudierten Jan von Werth-Marsch sowie mit einer Choreografie zum Brings-Song „Nur die Liebe gewinnt“. Die Darbietung der Drittklässler sorgte für Begeisterung und Prinz Christian II. musste sogar ein paar Tränchen der Rührung abdrücken. Mit seiner Authentizität punktet der Oberjeck sicher auch bei den Zuschauern in den Sälen der Stadt.

Mit seinen grün-weißen Uniformen, der historisch anmutenden Reitermontur und den adretten Perücken gehört das Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 zu den Hinguckern unter den Traditionsgesellschaften im Kölner Karneval. In diesem Jahr stammen die schmucksten aller kölschen Kääls aus der KG, denn Jan von Werth stellt das Dreigestirn der Session 2020.

„Unsere Freude ist unbeschreiblich groß“, verrät Präsident Stefan Kühnapfel. „Zum dritten Mal in seiner langen Geschichte bildet das stolze Korps die Heimat des Trifoliums. Für sie und für alle ‚Jan von Werth‘-Mitglieder wird dies eine unvergessliche Zeit“, so der frischgebackene Präsidöres.

Als Prinz Christian II., Bauer Frank und Jungfrau Griet ziehen Christian Krath, Frank Breuer und Ralf Schumacher durch die Säle der Domstadt und füllen das Sessionsmotto „Et Hätz schleiht em Veedel“ mit Leben. „Wir sind sicher, dass das jecke Trio das wunderbar machen wird“, erklärt Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. „Denn einerseits stammen die drei aus einem großen und traditionsreichen Korps, andererseits kennen alle auch den Veedelskarneval und die kleinen Veranstaltungen in Pfarrgemeinden, Seniorenheimen oder Schulen aus eigener Erfahrung.“

Ehrwürdiges Energiebündel

So ist der aus Poll stammende Christian Krath in den Veedeln der Schäl Sick aufgewachsen und weiß, wie op d’r Stroß und in Kneipen standesgemäß gefeiert wird. Als aktives Mitglied und Trommler bei den Fidelen Kölschen hat der 57-Jährige zudem jede Menge Bühnenerfahrung gesammelt. Nun schlüpft er in die Rolle Seiner Tollität und repräsentiert damit nicht nur das Reiter-Korps, dem er seit 2007 angehört, sondern die Vielfalt des Karnevals und den Frohsinn in all seinen Facetten.

Dazu gehört neben dem Spaß an der Freud und der Pflege des Brauchtums der Einsatz für die gute Sache. Als Fördermitglied des gemeinnützigen Vereins „Ävver met Jeföhl“ liegt diese Prinz Christian besonders am Herzen. Auch seine Dreigestirns-Kollegen engagieren sich für die Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, bedürftige Menschen und Institutionen durch verschiedene Spendenaktionen zu unterstützen.

Außerhalb seines vielseitigen ehrenamtlichen Einsatzes widmet sich der selbstständige Immobilienmakler und gelernte Einzelhandelskaufmann am liebsten dem Sport. Ob Ski, Wassersport, Rennrad oder Reiten – der Regent der Narren ist gerne in Bewegung. „Dazu kommen ausgedehnte Spaziergänge mit meinem Hund. Das sollte mich auch während der Session mit ihren rund 400 Terminen fit halten und für Ruhe im bunten Treiben sorgen“, so Krath.

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